MdL Marion Gentges bei der Übergabe des Förderbescheids an die LGS

Ulm erhält Förderbescheid über fünf Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg fördert die Landesgartenschau 2030 in Ulm mit fünf Millionen Euro für die Daueranlagen. Am 7. Oktober 2026 überreichte Marion Gentges, Ministerin für den Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, den entsprechenden Bescheid am Rande einer Plenarsitzung des Landtags von Baden-Württemberg in Stuttgart an Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher.

Anwesend waren auch Staatssekretärin Sarah Schweizer MdL, MdL Mario Schneider sowie Susanne Knäuer und Edith Heppeler, Geschäftsführerinnen der Landesgartenschau Ulm 2030 gGmbH, die den Förderantrag gestellt hatte. Damit steht nun auch ganz offiziell der Grundstock für ein Projekt, das Ulm und die Region ab April 2030 und weit darüber hinaus nachhaltig prägen wird.

Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Natur in Stadt und Land”. Es geht auf die Landesgartenschauen zurück, die seit 1980 in Baden-Württemberg stattfinden. Die erste richtete Ulm aus. Das Programm gilt als eines der nachhaltigsten Förderprogramme des Landes, da die Flächen auch nach der Veranstaltung als Grün- und Erholungsräume erhalten bleiben.

Oberbürgermeister Ansbacher nutzte den Termin, um das Vorhaben vorzustellen. „Mit der Landesgartenschau 2030 richtet Ulm seine Stadtentwicklung auf die kommenden Jahrzehnte aus. Der Ausbau der autogerechten Stadt in den 1960er Jahren hat in vielen Quartieren Spuren hinterlassen, und gerade in den nachverdichteten Stadtteilen ist Grün knapp. Bis 2030 entstehen dort neue Parkanlagen, auch an Orten, an denen heute kaum Platz vorhanden ist. Die Gartenschau folgt dabei drei Leitthemen. Die Bundesfestung wird für Einheimische und Gäste erlebbarer und schafft Identifikation mit diesem prägenden Stück Ulmer Geschichte. Beim Thema Sozialer Zusammenhalt geht es um das Leben in einer vielfältigen Stadt: Die neuen Räume laden Nachbarn, Generationen und Kulturen zur Begegnung ein. Mehr Grün hilft außerdem, Ulm an das veränderte Klima anzupassen, und macht die Stadt auf Dauer nachhaltiger und lebenswerter.“

Ansbacher dankte dem Land für die Fördermittel und hob die besondere Bedeutung für Ulm hervor: „Wir freuen uns sehr, dass Ulm im Jahr 2030 Gastgeber des Jubiläums ‚50 Jahre Gartenschauen in Baden-Württemberg‘ sein wird. Dieses besondere Jubiläum ist für uns Anlass und Verpflichtung zugleich, die Landesgartenschau gemeinsam mit der Region zu einem Fest zu machen, das weit über die sechs Monate der Gartenschau hinaus Wirkung entfaltet.“

Ministerin Gentges und Staatssekretärin Schweizer sagten zu, sich über den Fortgang des Projekts berichten zu lassen. Beide freuen sich auf die Jubiläumslandesgartenschau, die von April bis Oktober 2030 in Ulm stattfinden wird.

Ministerin Marion Gentges überreicht Förderbescheid an OB Ansbacher

Freude über fünf Millionen Euro für die Daueranlagen (v. l. n. r.): Edith Heppeler (LGS), MdL Mario Schneider, MdL Marion Gentges, OB Martin Ansbacher, Staatssekretärin Sarah Schweizer MdL und Susanne Knäuer (LGS) bei der Übergabe des Förderbescheids für die Landesgartenschau Ulm 2030 am 7. Oktober 2026 in Stuttgart.

Foto: Marcel Ditrich

Weitere Infos:
Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat.