Stand der Landesgartenschau mit Glücksrad

Ein neues Herz fürs Dichterviertel

Am 9. Mai 2026 hat sich das Dichterviertel von seiner besten Seite gezeigt. Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung feierte das Quartier bei strahlendem Sonnenschein ein großes Fest. Im Mittelpunkt stand die Einweihung des neuen Stadtplatzes am „Bachmanns“. Passend zum diesjährigen Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ wurde hier sichtbar, wie viel sich in den vergangenen Jahren getan hat.

Aus Brachfläche wird Ortsmitte

Wer das Dichterviertel von früher kennt, erinnert sich wohl an eines: Man musste schon einen Grund haben, um zwischen Bahngleisen und B10 vorbeizuschauen. Genau das ändert sich gerade grundlegend. Auf ehemaligen Gewerbe- und Brachflächen ist ein modernes Stück Stadt mit Wohnhäusern, Cafés, Hotels und großzügigen Freiflächen entstanden. Während der nördliche Teil des Sanierungsgebiets bereits fertig ist, nimmt nun der Süden Fahrt auf. Mit dem neuen Stadtplatz am Bachmanns hat das Viertel dabei einen echten Mittelpunkt bekommen.

Was Förderung bewegt

Bei der Eröffnung des Festes machte Baubürgermeister Tim von Winning deutlich, was hinter dieser Entwicklung steht: Rund 15 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln sind in den vergangenen 15 Jahren ins Dichterviertel geflossen, je zur Hälfte von der Stadt Ulm und über Städtebaufördermittel von Bund und Land. Diese Investitionen haben eine deutlich größere Wirkung entfaltet, als die Zahl allein vermuten lässt: Sie haben private Investitionen von mehr als 250 Millionen Euro nach sich gezogen. Es ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie öffentliche Förderung private Entwicklung anstoßen kann.

Ein Viertel feiert sich selbst

Führungen zeigten die Entwicklung des Viertels aus nächster Nähe, der ansässige Reha-Verein übernahm die Bewirtung und die Big Band des Schubart-Gymnasiums sorgte für Stimmung. Wer die eigenen vier Wände etwas grüner gestalten wollte, wurde bei der Gärtnerei St. Moritz der Lebenshilfe fündig, die Balkonpflanzen anbot. Für die jüngsten Gäste gab es Mitmachangebote und die AG West stellte den Quartiersgarten vor. Auch wir von der Landesgartenschau Ulm 2030 waren dabei und nutzten das Fest, um Vorfreude auf das zu wecken, was in wenigen Jahren entstehen wird.

Das Dichterviertel und die Landesgartenschau wachsen zusammen

Wie eng beides schon heute verbunden ist, wurde beim Blick in die Zukunft deutlich. Tim von Winning kündigte an, dass die B10 künftig stadtverträglich zurückgebaut wird und das Blaubeurer Tor über eine neue Grünfläche ebenerdig erreichbar sein wird und damit fester Bestandteil des Quartiers. Den urbanen Mix, der zwischen Bahnhof und B10 bereits entstanden ist, bezeichnete er als vorbildlich. Sein Appell zum Fest brachte es auf den Punkt: „Das Geld ist gut angelegt. Die Belebung muss jetzt durch Sie erfolgen.“

Genau das ist es, was auch die Landesgartenschau Ulm 2030 verwirklichen will: Räume schaffen, die von den Menschen mit Leben gefüllt werden.